Fahren im Konvoi
Da wir ein mitgliedstarkes Chapter sind, wir oftmals mit anderen Chaptern gemeinsame Ausfahrten veranstalten und auch Gäste bei unseren Ausfahrten willkommen sind ist es logisch, dass eine gewisse Ordnung und Organisation vorhanden sein muss um gemeinsam anzukommen.
Den folgenden Text und die Animationen hat Joachim “Jonny” Schaub von den Bikerfreunden Castrop-Brauxel zusammengestellt und uns zur Nutzung zur Verfügung gestellt.. Alles unterliegt seinem Copyright. Vielen Dank Joachim.
1.) Fahren im Konvoi
Unser Motto “Fahren und nicht Rasen”.
Fahrt Vorsichtig und bleibt Gesund.
KONVOI-FÜHRER
- Bestimmt die Route
- die Stops
- die Geschwindigkeit.
KONVOI-TEILNEHMER
- fährt versetzt mit einem Abstand von ca. 10 m nach vorne und hinten
- fährt nur so schnell, dass der Abstand vom Fahrer hinten eingehalten werden kann.
- hält die einmal eingenommene Position innerhalb des Konvois ein.
- überholt nicht.
- langsame Fahrzeuge oder Fahrer mit weniger Fahrpraxis fahren am Anfang des Konvois da dort die Geschwindigkeit am tiefsten ist. Für die Straßensicherung werden spezielle Abmachungen getroffen
SCHLUSS-FAHRZEUG
- ist verantwortlich, dass keiner zurück bleibt und hilft den Konvoi zusammenzuhalten. (Eine gelbe Sicherheitsweste sollte getragen werden.)
2.) Anhalten

Beim Anhalten vor Kreuzungen, Rotlichtampeln und anderen Hindernissen wird auf Zweierkolonnen aufgeschlossen und der Abstand zum Vorderfahrzeug so kurz wie möglich gehalten um ein schnelles Überqueren der Kreuzung zu ermöglichen.
3.) Lücken schließen (ganz wichtig)

Es kann immer wieder vorkommen, dass vor einem eine Lücke entsteht, weil jemand aus dem Konvoi ausgeschert ist. Es ist eine weitverbreitete gefährliche Unart, diese Lücke durch Seitwärtsverschieben
wieder zu schließen. Schon mehr als einmal haben sich Teilnehmer so gegenseitig abgeschossen. Die korrekte Art, solche Lücken zu schließen, besteht im lateralen Verschieben, das heißt von hinten nach vorne auf derselben Spur bleibend.
Entsteht im Konvoi eine Lücke dann wird diese nicht seitwärts sondern von hinten nach vorne aufgefüllt. Das heißt das jeweils hintere Fahrzeug fährt nach vorne in die entstandene Lücke.
4.) Sichern der Kreuzung
Gerade in großen Gruppen ist der Bedarf da, Kreuzungen so zu sichern, dass die ganze Gruppe in einem Fluss darüber fahren kann.
Wichtig ist, dass die Gruppe konzentriert und aufgeschlossen fährt. Der Konvoiführer bestimmt, wie viel Leute die nächste Kreuzung sichern sollen und zeigt dies mit Handzeichen an. Die vordersten Teilnehmer/innen sind dran zum Absperren. Die Ausnahme bilden schwächere Fahrer/innen, die vorne fahren und sich das noch nicht zutrauen. In dem Falle weichen sie an den rechten Straßenrand aus um die Anzahl Fahrer/innen von hinten vorbeizulassen, welche die nächste Kreuzung sichern sollen. Nach dem Sichern schließen diese Fahrer/innen hinten am Konvoi vor dem Schlussfahrzeug an.
Der Konvoi-Führer hält 2 oder mehr Finger in die Höhe und signalisiert den nachfolgenden Motorradfahrern, dass Sie die Kreuzung/Kreisel sichern müssen..
Die Kreuzung muss vom ganzen Konvoi so schnell wie möglich überquert werden. Nachdem das Schluss-Fahrzeug die Kreuzung überquert hat, fahren die Motorräder, welche die Straße gesichert haben vor das Schlussfahrzeug. Bei der nächsten Kreuzung werden wieder die vordersten beiden Motorrädern die Straße sichern und dann hinten anschließen.
5.) Sichern beim Einmünden
IN STRASSE EINBIEGEN
Der Konvoi-Führer hält 1 Finger in die Höhe und signalisiert dem nachfolgenden Motorradfahrern, dass er die Strasse sichern muss. Der Konvoi soll so schnell wie möglich einbiegen. Nachdem das Schluss-Fahrzeug eingebogen ist, fährt der Fahrer, der die Strasse gesichert hat vor das Schlussfahrzeug.6.) Zusammenfassung
- Ganz automatisch fährt man hinten im Konvoi schneller als vorne.
- Schon bei 20 Bikes kann das gute 20 km/h ausmachen.
- Also fährt der Konvoi – Führer innerhalb geschlossener Ortschaft nicht mehr als 40 km/h, da hat der hintere Fahrer schnell 50 km/h zu fahren. Außerhalb geschlossener Ortschaft sollte nicht mehr als 60 bis 70 km/h gefahren werden, da der hintere sich schon sputen muss.
- Dies kommt teilweise vom Ziehharmonika – Effekt. Man kann diesen Effekt etwas mindern, wenn alle
dieselben Abstände einhalten und konzentriert fahren. Auf längeren Strecken jedoch und auf Strecken
mit viel Anfahrten, Anhalten und Abbiegen kommt es unweigerlich zu diesem Phänomen. - Konvoi-Fahren kann durchaus ein Erlebnis sein. Wenn ihr euch an die Regeln hält, macht es bestimmt Spaß
